Unter dem Motto „Spielerisch die Natur entdecken“ lud der Bezirksverband Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege die Betreuerinnen und Betreuer der Kinder- und Jugendgruppen der Obst- und Gartenbauvereine zu einem abwechslungsreichen Fortbildungsseminar in den Kreislehrgarten Floß ein. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Naturerlebnisse für Kinder und Jugendliche spannend und mit wenig Aufwand gestalten lassen.
Zum Auftakt begrüßte Maria Treiber, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Neustadt an der Waldnaab, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bei einer erlebnisreichen Führung durch den Kreislehrgarten zeigte sie, wie Kinder ihre Umgebung mit allen Sinnen entdecken können. Kleine Spiele und Experimente luden dazu ein, genauer hinzusehen und selbst aktiv zu werden. Dabei wurde schnell deutlich, dass eine Gartenführung weit mehr sein kann als das reine Vermitteln von Wissen.
Anschließend gab Martin Neumann, Geschäftsführer des Kreisjugendrings Neustadt an der Waldnaab, einen Einblick in die Arbeit des Kreisjugendrings. Er informierte über verschiedene Angebote und Fördermöglichkeiten und hatte zudem praktische Tipps für die Vereinsarbeit im Gepäck. Gerade für die Verantwortlichen in den Jugendgruppen bot der Austausch wertvolle Anregungen für die eigene Arbeit vor Ort.
Zur Mittagszeit wurde es dann besonders praktisch. Gemeinsam sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kräuter und essbare Blüten im Garten und stellten daraus ein eigenes Kräutersalz her. Danach ging es an die Vorbereitung des Mittagessens: Frische Zutaten wurden geschnippelt, Salate angerichtet und Pizzen belegt. Geleitet wurde dieser Programmpunkt von der gelernten Köchin und OGV-Vorsitzenden Michaela Hahn, unterstützt von Maria Treiber. Beim anschließenden gemeinsamen Essen blieb genügend Zeit, Erfahrungen auszutauschen und über Ideen für die eigene Gruppenarbeit zu sprechen.
Am Nachmittag übernahm der staatlich anerkannte Erzieher Johannes Heimerl. Unter dem Titel „Last-Minute-Spiele für draußen“ zeigte er, wie schnell sich eine Gruppenstunde mit einfachen Mitteln auflockern lässt. Seine Spielideen kamen ohne aufwendige Vorbereitung aus und sorgten zugleich für viel Bewegung. Besonders deutlich wurde dabei: Für ein gutes Naturerlebnis braucht es nicht immer besonderes Material – oft reicht schon das, was direkt vor Ort zu finden ist.
Mit vielen Anregungen für die nächsten Gruppenstunden machten sich die Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuer anschließend auf den Heimweg. Das Seminar vermittelte nicht nur neue Ideen, sondern machte auch Lust darauf, draußen gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen etwas zu erleben. Genau darin liegt eine wichtige Chance für die Vereinsarbeit: Wer Natur mit Freude vermittelt, kann bei jungen Menschen früh Interesse an Garten und Umwelt wecken.
Der Bezirksverband Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege setzt mit seinen Fortbildungen bewusst auf die Unterstützung derjenigen, die sich vor Ort für den Nachwuchs engagieren. Denn lebendige Kinder- und Jugendarbeit lebt vor allem von Menschen, die ihre Begeisterung weitergeben und immer wieder neue Wege finden, Kinder für die Natur zu gewinnen.
